Training Module
Docker Model Runner: KI-Modelle lokal betreiben, MCP im Überblick
Sprachmodelle laufen meist über Cloud-Dienste – mit Datenabfluss,
Kosten pro Anfrage und Limits. Der Docker Model Runner
(DMR) führt quantisierte Open-Weight-Modelle stattdessen
direkt lokal aus. In diesem 2-Stunden-Modul baut ihr einen
Ein-Datei-KI-Übersetzer: ein 15-Zeilen-Python-Skript, ein Dockerfile
und eine compose.yaml mit dem models:-Key,
der ein Modell deklarativ einbindet und automatisch
LLM_MODEL/LLM_URL in den Container injiziert.
Anders als das Ausgangsmaterial, das für Docker Desktop auf Apple
Silicon geschrieben ist, läuft dieses Modul komplett auf reiner
Linux-Docker-Engine – Aktivierung per apt-get install
docker-model-plugin statt Desktop-GUI, CPU-Backend ohne
GPU-Zwang, mit dem kleinsten verfügbaren quantisierten
ai/gemma3-Modell statt eines großen 8B-Modells. Danach
ordnet ihr den Docker-MCP-Katalog ein – wie er
KI-Werkzeuge per Container-Sandboxing sicher an lokale Daten
heranlässt. Dieser Teil bleibt bewusst konzeptionell: Die
MCP-Toolkit-Oberfläche existiert nur in Docker Desktop, ein
verlässlicher Linux-CLI-Pfad ist öffentlich nicht ausreichend
belegt für eine verifizierte Übung.
Format
Ca. 2 Stunden, live (remote oder vor Ort), Input & Hands-on, ein konzeptioneller Block
Teilnehmende
Absolvent:innen von “Docker Fortgeschritten” oder gleichwertige Compose-Kenntnisse, keine KI-Vorkenntnisse nötig
Voraussetzungen
Sicherer Umgang mit compose.yaml aus den Docker-Vorgängermodulen. Reine Linux-Docker-Engine reicht aus (kein Docker Desktop, kein GPU-Zwang). Keine Cloud-/API-Kosten für den lokalen DMR-Teil.
Warum dieses Training für deine Organisation wirkt
KI-Modelle wie jede andere Abhängigkeit
Der models:-Key in Compose behandelt ein Sprachmodell
wie eine Datenbank oder einen Cache: deklariert, versioniert,
automatisch verdrahtet. Kein manuelles API-Key-Management, kein
externer Dienst, den ihr erst freigeben müsst.
Ehrlich auf eure Infrastruktur übersetzt
Das Ausgangsmaterial ist für Docker Desktop auf Apple Silicon gedacht. Dieses Modul läuft stattdessen auf einer reinen Linux-Docker-Engine-Sandbox ohne verschachtelte Virtualisierung und ohne garantierte GPU – demselben Umfeld, in dem eure Build- und Deploy-Infrastruktur tatsächlich läuft.
Sicherheits-Sandboxing eingeordnet, nicht überversprochen
Der Docker-MCP-Katalog zeigt, wie Container-Sandboxing einer KI kontrollierten Zugriff auf lokale Werkzeuge gibt – als fundierte Einordnung, nicht als brüchige Linux-Behelfsübung auf Basis eines einzelnen Community-Blogposts.
Was Teilnehmende mitnehmen
- Einordnen, was der Docker Model Runner (DMR) macht, woher die geprüften Modelle im Docker-Hub-Namespace
ai/kommen und was Quantisierung für Dateigröße und Antwortqualität bedeutet. - Den DMR auf reiner Linux-Docker-Engine aktivieren:
apt-get install docker-model-pluginstatt Docker-Desktop-GUI, Verifikation perdocker model version. - Ein KI-gestütztes Ein-Datei-Backend bauen: ein 15-Zeilen-Python-Skript, das über zwei von Compose automatisch injizierte Umgebungsvariablen (
LLM_MODEL,LLM_URL) mit dem lokalen Modell im OpenAI-kompatiblen Format spricht. - Ein Sprachmodell deklarativ über den
models:-Top-Level-Key in Compose einbinden und perdocker compose upautomatisch herunterladen, starten und verdrahten lassen. - Das kleinste verfügbare quantisierte
ai/gemma3-Modell bewusst statt eines großen 8B-Modells wählen – mit CPU-Backend, ohne GPU-Zwang, lauffähig auf einer schlanken Sandbox-Instanz. - Den Docker-MCP-Katalog konzeptionell einordnen: Model Context Protocol, Container-Sandboxing als Sicherheitsmechanismus für KI-Werkzeugzugriff – bewusst als Einordnung ohne eigenes Hands-on, weil die MCP-Toolkit-GUI nur in Docker Desktop existiert.
Für wen dieses Modul ideal ist
- • Absolvent:innen von “Docker Fortgeschritten” oder Teams mit gleichwertigen Compose-Kenntnissen
- • Teams, die lokale KI-Modelle in Docker-Workflows evaluieren wollen, bevor sie eine Cloud-API-Anbindung entscheiden
- • Alle, die MCP als Konzept verstehen wollen, ohne eine fragile Linux-Behelfsübung mitzumachen
Rahmendaten
- • Dauer: ca. 2 Stunden live (remote oder vor Ort)
- • Format: Input, durchgehendes Hands-on zum DMR, konzeptioneller Block zu MCP
- • Voraussetzungen: abgeschlossenes Modul “Docker Fortgeschritten” oder gleichwertige Compose-Kenntnisse, reine Linux-Docker-Engine (kein Docker Desktop nötig), keine Cloud-Kostenwirkung für den lokalen Teil
Modulaufbau & Agenda
Begrüßung & Einordnung (10 min): Format, warum lokale KI-Modelle in Docker Sinn ergeben, und die zentrale Abweichung vom Ausgangsmaterial: reine Linux-Docker-Engine statt Docker Desktop auf Apple Silicon.
Docker Model Runner: Grundlagen & Modelle (20 min): was der DMR macht, der Docker-Hub-Namespace
ai/, Quantisierung als Kompromiss zwischen Dateigröße und Qualität, Aktivierung perdocker-model-pluginunddocker model version.Hands-on: Der Ein-Datei-KI-Übersetzer (60 min, Kern):
app.py, Dockerfile undcompose.yamlmitmodels:-Key selbst bauen,docker compose upausführen und die Übersetzung im Terminal sehen.Docker-MCP-Katalog: Sicherheits-Sandboxing für KI-Werkzeuge (20 min, konzeptionell, kein Hands-on): Model Context Protocol als offener Standard, Container-Sandboxing als Sicherheitsmechanismus, warum dieser Teil hier bewusst ohne eigene Übung bleibt.
Zusammenfassung & Ausblick (10 min): Aufräumen mit
docker compose down, die drei Säulen DMR/Compose-models:/MCP im Überblick, Einordnung gegenüber Cloud-LLM-Anbindungen.
Dieses Modul setzt keine KI-Vorkenntnisse voraus, aber sicheren
Umgang mit compose.yaml aus
Docker Fortgeschritten.
Governance-Fragen rund um KI-Werkzeuge (Datenschutz, Lizenz-Grauzonen,
Cloud-Act) sind bereits Teil von
DevOps ganzheitlich: KI-Governance & Skill-Kompass
und werden hier nicht wiederholt – dieses Modul ergänzt die dortige
Einordnung um den praktischen, lokalen Hands-on-Einstieg.
Hands-on Inhalte (Auszug)
DMR-Grundlagen
- Aktivierung per
apt-get install docker-model-plugin, Verifikation perdocker model version - Geprüfte Modelle im Namespace
ai/auf Docker Hub, Quantisierung als Größe-Qualität-Kompromiss docker model list/pull/rmzur manuellen Modellverwaltung
Ein-Datei-KI-Übersetzer (Kern-Hands-on)
- Ein 15-Zeilen-Python-Skript ohne externe pip-Pakete, nur Standardbibliothek
- Ein schlankes Dockerfile auf Basis von
python:3.11-slim - Eine
compose.yamlmitmodels:-Key, kleinstes quantisiertesai/gemma3-Modell, CPU-Backend
MCP-Katalog (konzeptionell)
- Model Context Protocol als offener Standard für Werkzeugzugriff von Sprachmodellen
- Container-Sandboxing als Antwort auf Prompt-Injection-Risiken bei lokalem Dateizugriff
- Ausdrücklich kein Hands-on – die MCP-Toolkit-GUI existiert nur in Docker Desktop
Aufräumen & Einordnung
docker compose downzum sauberen Abbau- DMR/Compose-
models:/MCP als drei zusammenhängende Bausteine im Überblick - Lokaler DMR-Teil ohne Cloud-API-Kosten – keine Verallgemeinerung auf KI-Nutzung insgesamt
Dieses Modul ist Teil unserer Pilotphase. Gemeinsam mit euch definieren wir passende Metriken (z. B. Zeit bis zur ersten lokalen Übersetzung, Ergebnis des Compose-models:-Hands-on) und werten sie im Anschluss transparent aus. Ergebnisse veröffentlichen wir, sobald sie belastbar sind.
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