Training Module
Docker Betrieb: Monitoring, Ressourcen & Registry
In diesem 2¼-Stunden-Modul geht es um den Dauerbetrieb: Restart-Policies und die
typische Einrückungsfalle in compose.yaml, Ressourcenlimits über
cgroups und schlanke Basis-Images, den Umgang mit
Docker-Hub-Rate-Limits und Ausweichregistries, sowie – als inhaltlichen Kern –
einen eigenen Monitoring-Stack aus Prometheus, Node Exporter, cAdvisor und
Grafana. Zum Abschluss: Traefik als Reverse Proxy mit automatischem TLS,
Alertmanager für Schwellwert-Alarme und Blackbox Exporter für die externe
Erreichbarkeitsprüfung. Die Hands-on-Übung – den Restart-Bug per Skript statt
durch Hochstarten finden – läuft komplett lokal und rein skriptbasiert, ganz
ohne Cloud-Account und ohne Kostenwirkung.
Format
Ca. 2 Stunden 15 Minuten, live (remote oder vor Ort), Input & Hands-on
Teilnehmende
Absolvent:innen von “Docker Fortgeschritten” oder gleichwertige Vorkenntnisse in Docker Compose
Voraussetzungen
Sicherer Umgang mit compose.yaml (Services, Netzwerke, Volumes) sowie eine lauffähige Docker-Umgebung mit Docker Compose. Keine Cloud-/AWS-Kostenwirkung – die Hands-on-Übung läuft rein skriptbasiert.
Warum dieses Training für deine Organisation wirkt
Vom “läuft bei mir” zum Dauerbetrieb
Ein Container, der einmal manuell gestartet wurde, übersteht keinen Absturz und keinen Host-Reboot von selbst. Restart-Policies, Ressourcenlimits und eine unabhängige Registry-Strategie sind die Basis, bevor überhaupt von “Betrieb” die Rede sein kann.
Beobachtbarkeit statt Dashboard-Starren
Der Kern des Trainings: ein eigener Monitoring-Stack aus Prometheus, Node Exporter, cAdvisor und Grafana – Datenfluss, Compose-Setup und Dashboard-Grundlagen im Zusammenhang, ergänzt um Alertmanager und Blackbox Exporter für aktive Alarmierung statt reaktivem Nachschauen.
Praxis ohne Risiko
Die Hands-on-Übung – einen eingebauten Restart-Policy-Bug per Skript statt durch Hochstarten aufspüren – läuft komplett lokal und rein skriptbasiert. Kein eigener Cloud-Account, keine Kostenwirkung.
Was Teilnehmende mitnehmen
- Restart-Policies (
no,on-failure,always,unless-stopped) korrekt setzen – und die Einrückungsfalle erkennen, bei derrestart:versehentlich unterenvironment:landet, ohne dass Compose das meldet. - Eine systemd-Unit als Alternative zur eingebauten Docker-Restart-Logik einordnen, samt Abgrenzung, wann welcher Ansatz sinnvoll ist.
- Ressourcen über
cgroupsbegrenzen (–memory/–cpusbzw.deploy.resources.limitsin Compose) und Images über die richtige Basis-Image-Wahl (Alpine vs. Debian/UBI) sowieapk-Best-Practices schlank halten. - Mit Docker-Hub-Rate-Limits umgehen: Auth-Strategien, Ausweichregistries wie GHCR, ECR oder Quay, und
insecure-registriesindaemon.jsonfür interne Registries einordnen. - Einen eigenen Monitoring-Stack aus Prometheus, Node Exporter, cAdvisor und Grafana im Compose-Setup aufbauen, den Datenfluss verstehen und ein erstes Dashboard einrichten.
- Erreichbarkeit und Alarmierung ergänzen: Traefik als Reverse Proxy mit automatischem TLS, Alertmanager für Schwellwert-Alarme, Blackbox Exporter für die externe Erreichbarkeitsprüfung.
- In einer Hands-on-Übung einen eingebauten Restart-Policy-Bug rein per Skript identifizieren, gegen eine Musterlösung abgleichen.
Für wen dieses Modul ideal ist
- • Absolvent:innen von “Docker Fortgeschritten” oder Teams mit gleichwertigen Vorkenntnissen in Docker Compose
- • Teams, die von manuell betriebenen Containern zu einem belastbaren, beobachtbaren Dauerbetrieb wechseln wollen
- • Alle, die bisher weder Ressourcenlimits noch Monitoring strukturiert angefasst haben und jetzt den ersten eigenen Stack aufbauen möchten
Rahmendaten
- • Dauer: ca. 2 Stunden 15 Minuten live (remote oder vor Ort)
- • Format: Input, Live-Demo, skriptbasierte Hands-on-Übung mit Musterlösungs-Abgleich
- • Voraussetzungen: abgeschlossenes Modul “Docker Fortgeschritten” oder gleichwertige Compose-Vorkenntnisse, lauffähige Docker-Umgebung mit Docker Compose, keine Cloud-Kostenwirkung
Modulaufbau & Agenda
Docker im Dauerbetrieb: Restart-Policies & systemd (25 min): die vier Restart-Policies, die Einrückungsfalle unter
environment:, eine systemd-Unit als Alternative – inklusive der skriptbasierten Hands-on-Übung.Ressourcen begrenzen & Images schlank halten (20 min):
cgroupsüber–memory/–cpusbzw.deploy.resources.limits, Basis-Image-Wahl Alpine vs. Debian/UBI,apk-Best-Practices.Registry-Betrieb: Rate-Limits, Mirrors, Alternativen (15 min): Docker-Hub-Rate-Limits, Auth-Strategien, GHCR/ECR/Quay als Ausweichregistries,
insecure-registriesindaemon.json.Monitoring-Stack aufbauen: Prometheus, Node Exporter, Grafana (45 min, Kern): Datenfluss von Exporter über Prometheus zu Grafana, Compose-Setup mit vier Diensten, Dashboard-Grundlagen.
Erreichbarkeit & Alarmierung: Traefik, Alertmanager, Blackbox Exporter (25 min): Reverse Proxy mit automatischem TLS, Schwellwert-Alarme, externe Erreichbarkeitsprüfung.
Container-spezifischer Dauerbetrieb ist nur ein Ausschnitt: Für Cloud-Architektur-Entscheidungen, On-Call-Organisation und Fehlerkultur auf Team-/Organisationsebene siehe DevOps Betrieb: Cloud-Architektur, On-Call & Fehlerkultur. Für die konzeptionelle Einordnung des eigenen Prometheus/Grafana-Stacks – Observability-Säulen, Tool-Kategorien wie Log-Server/Service Mesh/Error Tracking/Incident-Alerting, und das SRE-Framework SLA/SLO/SLI mit Error Budget – siehe DevOps Monitoring: Von Status-Checks zu Observability & SRE.
Hands-on Inhalte (Auszug)
Restart-Policies & systemd
- Die vier Restart-Policies (
no,on-failure,always,unless-stopped) und ihre Unterschiede im Detail - Den Restart-Bug per Python-Skript aufspüren statt durch Hochstarten – funktioniert komplett ohne laufenden Docker-Daemon
- Eine systemd-Unit als Alternative zur Docker-eigenen Restart-Logik
Ressourcen & Images
deploy.resources.limitsfür CPU- und Speicherlimits direkt in Compose- Alpine vs. Debian/UBI als Basis-Image-Entscheidung
apk add –no-cacheund–virtual .build-depsals Muster für schlanke Images
Monitoring-Stack
- Prometheus, Node Exporter, cAdvisor und Grafana als Vier-Dienste-Compose-Setup
- Scrape-Konfiguration und Service Discovery zwischen den vier Diensten
- Ein erstes Dashboard aus einer PromQL-Query aufbauen
Erreichbarkeit & Alarmierung
- Traefik-Labels für Routing und automatisches TLS statt offener Host-Ports
- Alertmanager-Regeln für Schwellwert-Alarme (z. B. Host down, CPU-Auslastung)
- Blackbox Exporter für die externe Erreichbarkeitsprüfung von außen
Dieses Modul ist Teil unserer Pilotphase. Gemeinsam mit euch definieren wir passende Metriken (z. B. Zeit bis zum lauffähigen Monitoring-Stack, Ergebnis der Hands-on-Übung) und werten sie im Anschluss transparent aus. Ergebnisse veröffentlichen wir, sobald sie belastbar sind.
Bereit, das Modul zu buchen?
Wir passen die Hands-on-Übung auf euren Erfahrungsstand und eure Zielumgebung an.
Academy Briefing anfragen