Training Module

CD: Continuous Delivery – Umgebungen, Releasestrategie & Versionierung

Baustein im DevOps-Kurscluster, klar abgegrenzt von den Nachbarmodulen: Die drei Pipeline-Phasen Build/Test/Deploy vermittelt CI: Continuous Integration & der Build-Prozess im Detail, DORA-Metriken erklärt DevOps Grundlagen – hier geht es um das, was nach dem Build kommt: Umgebungen, Releasestrategie und Versionierung. In diesem 145-Minuten-Modul (2 Stunden 25 Minuten) seht ihr an der Fallstudie BadCompany GmbH, wie halbjährliche Releases mit manuellem Deployment und Hotfixes direkt auf dem Produktivserver ein Team lähmen, lernt die organisatorische Integration von Ops ins Entwicklungsteam kennen, arbeitet die drei Umgebungsstufen Review/Dev, Staging und Produktion heraus (inklusive DSGVO-Anonymisierung von Testdaten), versteht Immutable Infrastructure als Prinzip (Golden Image vs. Fresh Baked, Cattle statt Pets – ganz ohne Terraform- oder Pulumi-Code) und lernt Releasefrequenz, SemVer und Build-Once-Deploy- Anywhere als zusammenhängende Strategie. In der Hands-on-Übung entwerft ihr für ein Fallbeispiel-Team Umgebungs- und Release-Strategie inklusive Versionierungsschema.

Format

145 Minuten (2 Stunden 25 Minuten), live (remote oder vor Ort), Input & geführtes Hands-on zur Umgebungs- und Release-Strategie

Teilnehmende

DevOps-Engineers, Entwickler:innen und Betriebsverantwortliche, die eine CD-Pipeline organisatorisch und strategisch aufbauen wollen

Voraussetzungen

DevOps Grundlagen (CALMS, DORA-Metriken) wird empfohlen, CI: Continuous Integration & der Build-Prozess (die drei Pipeline-Phasen Build/Test/Deploy) hilft beim Einstieg – beides keine Pflicht

Warum dieses Training für deine Organisation wirkt

Klare Abgrenzung statt Doppelung

Die Pipeline-Phasen Build/Test/Deploy kommen aus CI: Continuous Integration & der Build-Prozess, DORA-Metriken aus DevOps Grundlagen, Infrastructure-as-Code-Hands-on aus Pulumi Grundlagen – hier bleibt der Fokus auf Umgebungen, Releasestrategie und Versionierung selbst.

Prinzip statt Tool-Drill

Golden Image vs. Fresh Baked, Configuration Drift und Cattle vs. Pets werden als konzeptionelles Entscheidungsmodell erarbeitet – ganz ohne Terraform- oder Pulumi-Code zu schreiben.

Hands-on statt Theorie allein

In der geführten Übung entwerft ihr für das Fallbeispiel-Team MittelstandCo eine Umgebungs- und Release-Strategie inklusive Versionierungsschema – und gleicht sie mit der Musterlösung ab.

Was Teilnehmende mitnehmen

  • Die Fallstudie BadCompany GmbH auf Release-Ops-Ebene einordnen: halbjährliche Releases, Abstimmung fast ausschließlich über Tickets, manuelles Deployment und Hotfixes direkt auf dem Produktivserver.
  • Organisatorische Integration von Ops ins Entwicklungsteam nachvollziehen: die QA-Analogie (Betrieb wird Teil des crossfunktionalen Teams statt nachgelagerte Instanz), Wissensaustausch im Daily Standup am Beispiel eines aufgeblähten Container-Images.
  • Die drei Umgebungsstufen Review/Dev, Staging und Produktion unterscheiden: flüchtige, pro Feature-Branch hochgezogene Review-Umgebungen und eine Staging-Umgebung als exaktes, nur im Lastfall herunterskaliertes Abbild der Produktion.
  • Testdaten-Handling gegen DSGVO-Anforderungen prüfen: personenbezogene Kundendaten haben auf Staging nichts zu suchen und müssen anonymisiert oder synthetisch erzeugt sein (Prinzip, keine Rechtsberatung).
  • Immutable Infrastructure als Prinzip verstehen: Fresh Baked (bei jeder Änderung neu hochgezogen) vs. Golden Image (vorab gebackener Snapshot), Configuration Drift als das Problem, das beide Ansätze lösen, und das Cattle-vs.-Pets-Paradigma.
  • Releasefrequenz und Versionierung als strategische Entscheidung einordnen: das “Freitags nicht deployen”-Antipattern als Symptom fehlerhafter Prozesse, DORA-Metriken als Argument gegenüber dem Management, SemVer für extern konsumierte Software vs. Git-SHA-basierte Versionierung für intern betriebene Anwendungen, sowie Build Once Deploy Anywhere.
  • In der Hands-on-Übung für das Fallbeispiel-Team MittelstandCo eine Umgebungs- und Release-Strategie samt Versionierungsschema entwerfen und einen konkreten DSGVO-Verstoß im Testdaten-Handling identifizieren und beheben.

Für wen dieses Modul ideal ist

  • • DevOps-Engineers, die eine CD-Pipeline nicht nur technisch bauen, sondern organisatorisch und strategisch tragfähig aufsetzen wollen
  • • Entwickler:innen und Betriebsverantwortliche, die Umgebungsstufen, Testdaten-Handling und Releasestrategie bewusst statt zufällig gestalten wollen
  • • Teams, die von seltenen Großreleases mit Produktivserver-Hotfixes zu häufigen, risikoarmen Deployments wollen
  • • Voraussetzung: DevOps Grundlagen (CALMS/DORA) empfohlen, CI: Continuous Integration & der Build-Prozess (Pipeline-Phasen Build/Test/Deploy) hilfreich, beides keine Pflicht

Rahmendaten

  • • Dauer: 145 Minuten (2 Stunden 25 Minuten) live (remote oder vor Ort)
  • • Format: Input und geführtes Hands-on zur Umgebungs- und Release-Strategie, kein IaC-Code
  • • Voraussetzungen: DevOps Grundlagen empfohlen, CI: Continuous Integration & der Build-Prozess hilfreich

Modulaufbau & Agenda

  1. Kick-off & Abgrenzung (10 min): Format, Ablauf und Abgrenzung zu CI: Continuous Integration & der Build-Prozess (die drei Pipeline-Phasen Build/Test/Deploy dort, hier vorausgesetzt), zu DevOps Grundlagen (DORA-Metriken dort erklärt, hier nur angewendet) und zu Pulumi Grundlagen (IaC-Tool-Hands-on dort, hier nur das Prinzip).

  2. Fallstudie BadCompany GmbH: Release-Ops-Horror (20 min): halbjährliche Releases, Abstimmung fast ausschließlich über Tickets, manuelles Deployment und Hotfixes direkt auf dem Produktivserver.

  3. Organisatorische Integration: Ops im Entwicklungsteam (15 min): QA-Analogie, Wissensaustausch im Daily Standup, das Container-Image-Beispiel.

  4. Umgebungsstufen: Review/Dev, Staging, Produktion (25 min): flüchtige Review-Umgebungen, Staging als exaktes, skaliertes Abbild von Produktion, DSGVO-Anonymisierung von Testdaten.

  5. Immutable Infrastructure: Fresh Baked vs. Golden Image (20 min): das IaC-Prinzip konzeptionell, Configuration Drift, Cattle vs. Pets.

  6. Releasefrequenz, Versionierung & unveränderliche Pakete (25 min): das “Freitags nicht deployen”-Antipattern, DORA-Metriken als Argument, SemVer vs. Git-SHA-Versionierung, Build Once Deploy Anywhere.

  7. Hands-on: Umgebungs- & Release-Strategie für ein Fallbeispiel-Team (25 min): Umgebungsstufen entwerfen, DSGVO-Verstoß im Testdaten-Handling identifizieren, Golden Image oder Fresh Baked begründet wählen, Versionierungsschema festlegen – Abgleich mit der Musterlösung.

  8. Fazit & Ausblick auf Teil 2 (5 min): Zusammenfassung, Ausblick auf zwei Folgethemen, beide inzwischen buchbar: Kubernetes & GitOps im Modul Kubernetes GitOps — Deklaratives Deployment mit ArgoCD, darauf aufbauend Progressive Rollouts im Modul Kubernetes Progressive Delivery — Canary & Blue-Green mit Argo Rollouts. Wie diese Pipeline-Ebene sich in den ersten Value Stream einer gesamten DevOps-Transformation einordnet, zeigt DevOps-Transformation.

Hands-on Inhalte (Auszug)

Fallstudie BadCompany GmbH

  • Halbjährliche Releases, Abstimmung läuft praktisch nur noch asynchron per Ticket
  • Manuelles Zusammensuchen der Release-Artefakte, manuelles Deployment durch das Betriebsteam
  • Hotfixes direkt auf dem Produktivserver, weil Zeit für sauberes Vorgehen fehlt

Umgebungen & DSGVO

  • Flüchtige Review-Umgebungen pro Feature-Branch, eine einzige Staging-Umgebung
  • Staging als exaktes, im Lastfall herunterskaliertes Abbild der Produktion
  • Testdaten: anonymisiert oder synthetisch statt 1:1-Kopie personenbezogener Kundendaten

Immutable Infrastructure

  • Fresh Baked: bei jeder Änderung frisch hochgezogen, maximale Flexibilität
  • Golden Image: vorab gebackener Snapshot, schnelle Bootzeiten, größere Images
  • Configuration Drift eliminieren, Cattle statt Pets

Hands-on: MittelstandCo

  • Team liefert eine Library an externe Kunden aus, deployt bisher alle 6 Wochen manuell
  • Umgebungsstufen-Konzept und DSGVO-Fix für die Testdaten entwerfen
  • Golden Image oder Fresh Baked begründen, Versionierungsschema festlegen, Abgleich mit der Musterlösung

Dieses Modul ist Teil unserer Pilotphase. Gemeinsam mit euch definieren wir passende Metriken (z. B. Zeit bis zur begründeten Umgebungs- und Release-Strategie in der Hands-on-Übung, Qualität des entworfenen Versionierungsschemas) und werten sie im Anschluss transparent aus. Ergebnisse veröffentlichen wir, sobald sie belastbar sind.

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Wir passen das Fallbeispiel-Team und den Versionierungsansatz auf eure tatsächliche Release-Landschaft an.

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