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Training Module

Ansible-Grundlagen

In diesem 150-Minuten-Modul lernt ihr Ansible als agentloses Konfigurationsmanagement-Werkzeug kennen: kein Daemon, kein Agent auf dem Zielsystem, nur Python und ein SSH-Zugang. Ihr ordnet das Push-Modell gegenüber dem Pull-Modell ein, baut einen eigenen, per SSH erreichbaren Zielknoten als Docker-Container, schreibt ein Inventory und euer erstes Playbook, und refaktoriert den Code danach in eine wiederverwendbare Rolle. Den Kernbegriff Idempotenz beweist ihr nicht nur per Behauptung, sondern live: Ein zweiter, unveränderter Lauf desselben Playbooks zeigt changed=0: nichts wird ein zweites Mal angefasst, weil nichts vom Soll-Zustand abweicht. Zum Abschluss verschlüsselt ihr ein Secret mit Ansible Vault und übergebt das Vault-Passwort nicht interaktiv, sondern so, wie es eine CI-Pipeline tun würde. Die komplette Session läuft lokal gegen einen selbst gebauten Docker-Container: kein Cloud-Account, keine Kostenwirkung.

Format

150 Minuten, live (remote oder vor Ort), Input & drei Hands-on-Blöcke

Teilnehmende

Ops/Entwickler:innen nach “DevOps Betrieb” oder “Docker Grundlagen”, die Konfigurationsmanagement mit Ansible kennenlernen wollen

Voraussetzungen

Kein eigener Cloud-Account nötig: der Zielknoten ist ein selbst gebauter lokaler Docker-Container. Docker und Ansible-CLI lokal installiert, SSH-Grundverständnis hilfreich.

Warum dieses Training für deine Organisation wirkt

Agentlos statt Agent-Wildwuchs

Teilnehmende erleben direkt, warum Ansible ohne vorinstallierten Agenten auskommt: Ein SSH-Zugang und Python auf dem Zielsystem reichen, nichts muss vorher auf jedem verwalteten Server separat ausgerollt und aktuell gehalten werden.

Idempotenz als Nachweis, nicht als Behauptung

Statt nur zu hören, dass Ansible-Playbooks wiederholbar sind, führen Teilnehmende denselben Lauf zweimal aus und sehen beim zweiten Mal schwarz auf weiß changed=0: der Beweis steht im eigenen Terminal.

Secrets CI-tauglich von Anfang an

Das Vault-Passwort wird nicht interaktiv eingetippt, sondern per Datei/Umgebungsvariable übergeben: exakt das Muster, das eine Pipeline ohne Terminal-Eingabe braucht.

Was Teilnehmende mitnehmen

  • Push- gegenüber Pull-Modell einordnen und erklären, warum Ansible per SSH ohne Agent auf dem Zielsystem auskommt, inklusive Abgrenzung zu Terraform/Pulumi (Infrastruktur-Provisioning) und Kustomize (Kubernetes-natives Manifest-Management).
  • Einen eigenen, per SSH erreichbaren Zielknoten als Docker-Container bauen und über ein Inventory ansprechen.
  • Ein erstes Playbook schreiben, das ein Verzeichnis anlegt und eine Konfigurationsdatei aus einem Template ausrollt.
  • Playbook-Code in eine wiederverwendbare Rolle (tasks, templates, handlers) refaktorieren.
  • Idempotenz live nachweisen: derselbe Lauf ein zweites Mal zeigt changed=0, ein Handler feuert nur dann erneut, wenn sich tatsächlich etwas geändert hat.
  • Ein Secret mit ansible-vault verschlüsseln, versioniert ablegen und in einem Playbook verwenden, ohne es im Log sichtbar zu machen (no_log).
  • Das Vault-Passwort nicht-interaktiv übergeben (Passwort-Datei/Umgebungsvariable): das Muster, das eine CI-Pipeline statt einer Trainer:in braucht.
  • Ansible Vault gegenüber dem zentralen Secrets-Speicher HashiCorp Vault einordnen: zwei unterschiedliche Werkzeuge mit demselben Namensbestandteil, nicht austauschbar.

Für wen dieses Modul ideal ist

  • • Ops/Entwickler:innen, die nach “DevOps Betrieb” oder “Docker Grundlagen” jetzt Konfigurationsmanagement praktisch kennenlernen wollen
  • • Teams, die Server-Konfiguration aktuell manuell oder per Ad-hoc-Skript pflegen und auf wiederholbaren, versionierten Code umstellen wollen
  • • Alle, die den Unterschied zwischen Infrastruktur-Provisioning (Terraform/Pulumi) und Konfigurationsmanagement (Ansible) praktisch statt nur begrifflich verstehen wollen

Rahmendaten

  • • Dauer: 150 Minuten live (remote oder vor Ort)
  • • Format: Input, Live-Demo, drei Hands-on-Blöcke auf einem selbst gebauten Docker-Zielknoten
  • • Voraussetzungen: Kein eigener Cloud-Account nötig, Docker und Ansible-CLI lokal installiert, SSH-Grundverständnis hilfreich

Modulaufbau & Agenda

  1. Konzept & Architektur (30 min): Push- vs. Pull-Modell, agentloses SSH-basiertes Ausführungsmodell, Inventory als Bestandsliste der verwalteten Systeme, Idempotenz als Kernversprechen, Abgrenzung zu Terraform/Pulumi (Provisioning) und Kustomize (Kubernetes-natives Manifest-Management).

  2. Hands-on: Inventory & erstes Playbook (45 min): einen SSH-erreichbaren Docker-Zielknoten bauen, ein Inventory schreiben, mit einem Ad-hoc-Befehl die Verbindung prüfen, danach ein erstes Playbook schreiben, das ein Verzeichnis anlegt und eine Konfigurationsdatei aus einem Template ausrollt.

  3. Hands-on: Rollen & Idempotenz-Nachweis (45 min): den Playbook-Code in eine Rolle refaktorieren, einen Handler für änderungsabhängige Folgeaktionen ergänzen, danach denselben Lauf ein zweites Mal ausführen und changed=0 als Idempotenz-Beleg live sehen.

  4. Hands-on: Vault & CI-Einbindung (30 min): ein Secret mit ansible-vault verschlüsseln und in einem Playbook verwenden, das Vault-Passwort nicht-interaktiv per Datei/Umgebungsvariable übergeben, dazu Ansible Vault gegenüber dem zentralen Secrets-Speicher aus HashiCorp Vault: Secrets Management Grundlagen einordnen.

Abgrenzung: Dieses Modul behandelt bewusst kein Cloud-Infrastruktur-Provisioning (VPC, Subnetz, Instanzen, dafür Terraform-Grundlagen oder Pulumi Grundlagen), und keine Kubernetes-Manifest-Verwaltung (dafür Kubernetes Infrastructure as Code: Kustomize, Validierung & E2E-Testing mit Kuttl). Auch das zentrale, produktive Secrets-Management mit HashiCorp Vault (Sealed/Unsealed, KV-Engine, AppRole-Auth, Audit-Log) wird hier nicht wiederholt, sondern nur gegenüber Ansible Vault eingeordnet, Details dazu im eigenständigen Modul HashiCorp Vault: Secrets Management Grundlagen.

Hands-on Inhalte (Auszug)

Konzept & Zielknoten

  • Push- vs. Pull-Modell, agentloses SSH-Ausführungsmodell
  • Eigenen SSH-erreichbaren Docker-Container als Zielknoten bauen
  • Kein Cloud-Account, keine Kostenwirkung

Inventory & erstes Playbook

  • Inventory-Datei mit Verbindungsparametern schreiben
  • Verbindung per Ad-hoc-Befehl prüfen (ansible … -m ping)
  • Verzeichnis anlegen und Konfigurationsdatei aus Template ausrollen

Rollen & Idempotenz

  • Playbook-Code in tasks/templates/handlers einer Rolle strukturieren
  • Handler, der nur bei tatsächlicher Änderung feuert
  • Zweiter Lauf als Idempotenz-Beleg: changed=0

Vault & CI

  • ansible-vault encrypt für ein Secret im Repository
  • Secret im Playbook verwenden, no_log gegen Klartext im Output
  • Vault-Passwort nicht-interaktiv übergeben, wie eine CI-Pipeline es tun würde

Dieses Modul ist Teil unserer Pilotphase. Gemeinsam mit euch definieren wir passende Metriken (z. B. Zeit bis zum ersten erfolgreichen Playbook-Lauf, Ergebnis des Idempotenz-Nachweises) und werten sie im Anschluss transparent aus. Ergebnisse veröffentlichen wir, sobald sie belastbar sind.

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