Training Module
Container Image Scanning & Vulnerability Management mit Trivy
In diesem 130-Minuten-Modul baut ihr euch ein eigenes Trainings-Image mit einer
bekannten, dokumentierten CVE und scannt es mit
trivy image: Severity-Stufen lesen, zwischen einem Fund
mit und ohne verfügbaren Fix unterscheiden, und den Fund durch eine
Base-Image-Anhebung tatsächlich auflösen, mit einem zweiten Scan als Beleg. Danach baut
ihr denselben Scan als CI-Gate in eine Pipeline ein, das den Build bei
HIGH/CRITICAL-Funden abbricht, und lernt am selben Fund, wie eine
.trivyignore-Ausnahme mit Ablaufdatum aussieht: befristet,
begründet, und nach Ablauf schlägt das Gate wieder fehl, nicht stillschweigend weiter
grün. Zum Abschluss ordnet ihr Image Scanning gegenüber SBOM-Erzeugung ein, ohne die
SBOM-Vertiefung vorwegzunehmen. Die komplette Session läuft lokal mit Docker und Trivy:
kein Cloud-Account, keine Kostenwirkung.
Teil der Cybersecurity-Weiterbildung: Querschnitt aus DevSecOps, Docker, Kubernetes und Secrets-Management.
Format
130 Minuten, live (remote oder vor Ort), Input & zwei vollständige Hands-on-Blöcke auf einem selbst gebauten Trainings-Image
Teilnehmende
DevOps-/Platform-Engineers und Security-Verantwortliche nach “Docker Grundlagen”, die Image Scanning hands-on statt nur begrifflich einführen wollen
Voraussetzungen
Kein eigener Cloud-Account nötig: alles läuft lokal. Docker und die Trivy-CLI lokal installiert, Grundkenntnisse Dockerfile/Image aus “Docker Grundlagen” vorausgesetzt.
Warum dieses Training für deine Organisation wirkt
Scanner-Setup statt Taxonomie-Folie
Wo Nachbarmodule Container Image Scanning bewusst nur einordnen, installiert und bedient ihr hier die Trivy-CLI selbst: ein echter Scan-Lauf gegen ein echtes Image, kein Begriffsabriss.
Fund mit Fix gegen Fund ohne Fix
Ihr löst einen Fund durch eine Base-Image-Anhebung tatsächlich auf und lernt am
selben Fund, wie eine befristete .trivyignore-Ausnahme aussieht, wenn
ein sofortiger Fix (noch) nicht möglich ist: zwei unterschiedliche, beide
begründete Reaktionen, keine davon ein Freifahrtschein.
Gate, das wieder zuschlägt
Die .trivyignore-Ausnahme trägt ein Ablaufdatum: Lauft ihr das CI-Gate
nach Ablauf erneut, schlägt der Build wieder fehl, live demonstriert, nicht nur
behauptet.
Was Teilnehmende mitnehmen
- Container Image Scanning als eigenständige Pipeline-Phase einordnen (Binary/Artifact-Ebene), abgegrenzt von Dependency Scanning, SAST und Container Runtime Security (Rückverweis auf die Tool-Taxonomie aus DevSecOps Werkzeuge & Compliance, keine Doppelerklärung).
- Ein eigenes Trainings-Image mit einer bekannten, dokumentierten CVE bauen und mit
trivy imagescannen, die Ausgabetabelle (Severity, Installed/Fixed Version, Status) lesen und einordnen. - Severity-Schwellenwerte (
–severity HIGH,CRITICAL) und den Unterschied zwischen einem Fund mit und ohne verfügbaren Fix (–ignore-unfixed) praktisch anwenden. - Einen Fund durch eine Base-Image-Anhebung tatsächlich auflösen und den Erfolg mit einem zweiten Scan belegen, statt dem ersten Befund nur zu vertrauen.
- Denselben Scan als CI-Gate einbauen, das den Build bei einem HIGH/CRITICAL-Fund abbricht (
–exit-code 1), und eine befristete, begründete.trivyignore-Ausnahme mit Ablaufdatum setzen und nach Ablauf live scheitern sehen. - Image Scanning gegenüber SBOM-Erzeugung (
trivy image –format cyclonedx) einordnen, ohne die SBOM-Vertiefung aus DevSecOps Artefakte vorwegzunehmen.
Für wen dieses Modul ideal ist
- • DevOps-/Platform-Engineers, die nach “Docker Grundlagen” jetzt Image Scanning hands-on statt nur begrifflich einführen wollen
- • Security-/Compliance-Verantwortliche, die ein CI-Gate mit dokumentierter Ausnahme-Regelung aufbauen wollen
- • Teams, die aus der Tool-Taxonomie von “DevSecOps Werkzeuge & Compliance” jetzt den konkreten Scanner-Betrieb ableiten wollen
Rahmendaten
- • Dauer: 130 Minuten live (remote oder vor Ort)
- • Format: Input, Live-Demo, zwei vollständige Hands-on-Blöcke auf einem selbst gebauten Trainings-Image
- • Voraussetzungen: Kein eigener Cloud-Account nötig, Docker und Trivy-CLI lokal installiert, Dockerfile-/Image-Grundkenntnisse vorausgesetzt
Modulaufbau & Agenda
Kick-off & Abgrenzung (10 min): Format, Ablauf und Abgrenzung zu DevSecOps Werkzeuge & Compliance (dort Tool-Taxonomie rein begrifflich, ausdrücklich “kein Scanner-Setup, keine Tool-Installation”), zu Docker Sicherheit & Orchestrierung (Container-Härtung und Rechte-Eskalation dort, kein Scanning-Hands-on) und zu Helm: Paketmanagement für Kubernetes (Chart-Security-Scanning dort nur konzeptionell erwähnt). Hier stattdessen echtes Scanner-Hands-on.
Warum Image Scanning & Trivy im Überblick (25 min): Supply-Chain-Risiko durch Base-Image- und OS-Paket-Schwachstellen, Trivy-Scan-Typen (
image,fs,config,repo) und ihre jeweilige Pipeline-Phase, Severity-Stufen (UNKNOWN/LOW/MEDIUM/HIGH/CRITICAL), Status “fixed” vs. “unfixed”, Einordnung gegenüber Config Scanning (Dockerfile-Best-Practices) und Dependency Scanning.Hands-on 1: Trivy-Scan lokal (35 min): ein eigenes Trainings-Image mit
docker buildbauen, mittrivy imagescannen, die Fundtabelle lesen, nach Severity filtern, danach das Base-Image anheben und mit einem zweiten Scan belegen, dass der Fund aufgelöst ist.Hands-on 2: CI-Gate & .trivyignore (35 min): denselben Scan als Pipeline-Stage einbauen, die bei HIGH/CRITICAL mit
–exit-code 1abbricht, am selben Fund eine befristete.trivyignore-Ausnahme mit Ablaufdatum setzen, Gate einmal grün und nach Ablauf des Datums einmal wieder rot sehen.SBOM-Ausblick & Abgrenzung (15 min): Trivy kann aus demselben Image auch eine SBOM erzeugen (
trivy image –format cyclonedx). Kurzer Ausblick, keine Vertiefung, dafür das eigenständige Modul DevSecOps Artefakte, dazu ein Verweis auf registry-seitiges Scanning aus GitLab & Container-Registry selbst hosten mit Docker.Fazit & Ausblick (10 min): Zusammenfassung der beiden Hands-on-Blöcke, offene Fragen, Kontaktmöglichkeit.
Abgrenzung: Dieses Modul behandelt bewusst keine erneute Tool-Taxonomie oder Compliance-Governance (dafür DevSecOps Werkzeuge & Compliance), keine Container-Härtung oder Rechte-Eskalation (dafür Docker Sicherheit & Orchestrierung), keine SBOM-Vertiefung inkl. Signaturen und Audit-Trail (dafür DevSecOps Artefakte) und keine Kubernetes-Admission-Durchsetzung von Scan-Ergebnissen (eigenständiges Thema, hier nicht Teil der Agenda).
Hands-on Inhalte (Auszug)
Konzept & Trivy-Überblick
- Scan-Typen
image/fs/config/repound ihre Pipeline-Phase - Severity-Stufen und Status “fixed” vs. “unfixed”
- Kein Cloud-Account, keine Kostenwirkung
Trivy-Scan lokal
- Eigenes Trainings-Image mit
docker buildbauen trivy imagegegen das eigene Image laufen lassen- Base-Image anheben, zweiter Scan als Fix-Beleg
CI-Gate & .trivyignore
- Pipeline-Stage mit
trivy image –exit-code 1 –severity HIGH,CRITICAL - Befristete
.trivyignore-Ausnahme mitexp:-Ablaufdatum - Gate nach Ablauf erneut laufen lassen: wieder rot
Ausblick
- SBOM-Erzeugung aus demselben Image (
–format cyclonedx) - Registry-seitiges Scanning als Anschlussthema
- Kein eigenes Hands-on zu beiden Punkten in diesem Modul
Dieses Modul ist Teil unserer Pilotphase. Gemeinsam mit euch definieren wir passende Metriken (z. B. Zeit bis zum ersten erfolgreichen Fix-Nachweis, Ergebnis des CI-Gate-Laufs nach Ablauf der Ausnahme) und werten sie im Anschluss transparent aus. Ergebnisse veröffentlichen wir, sobald sie belastbar sind.
Bereit, das Modul zu buchen?
Wir passen das Trainings-Image und die CI-Umgebung auf eure tatsächliche Toolchain an.
Academy Briefing anfragen